Stimmt das
wirklich?
Fake News erkennen,
mit prüfbaren
Methoden.
Fake News im
Klassenzimmer
durchschauen.
— Was Fake News sind, wie sich Falschmeldungen verbreiten und wie man Quellen, Bilder und Schlagzeilen prüft.
Eine Schlagzeile, die einen sofort wütend macht. Eine Nachricht im Familien-Chat: „Sofort weiterleiten!“ Ein Foto, das angeblich von gestern ist. Das nennt man Fake News – erfundene oder verdrehte Meldungen. Klingt beunruhigend – aber keine Sorge: Man kann lernen, Falschmeldungen zu erkennen. Genau das machen wir hier, ganz in Ruhe, Schritt für Schritt.
Fake News sind gezielt falsche oder irreführende Inhalte — vor allem Texte, Behauptungen und Schlagzeilen, oft mit echten Fotos im falschen Zusammenhang. Diese Seite ordnet die Begriffe (Desinformation, Misinformation, Malinformation), zeigt, wie sich Falschmeldungen verbreiten, und vermittelt prüfbare Methoden: Quellenprüfung, Lateral Reading, Bild- und Kontextcheck. Sachlich, ohne Panik, mit Blick auf das, was man konkret tun kann.
Was ist echt, was ist erfunden? Diese Lerneinheit macht Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 fit im Umgang mit Fake News: Sie üben das Prüfen von Quellen, das Erkennen reißerischer Schlagzeilen und den ruhigen Umgang mit aufwühlenden Meldungen. Mit Quiz, Diskussionsimpulsen und einem interaktiven Schlagzeilen-Check.
Was sind
Fake News?
Fake News,
genau
betrachtet.
Eine Definition
für die Klasse.
Fake News sind erfundene oder verdrehte Nachrichten, die so aussehen wie echte Meldungen – aber nicht stimmen. Meistens geht es um Text: eine reißerische Schlagzeile, ein erfundenes Zitat oder ein echtes Foto, das in einen falschen Zusammenhang gestellt wird. Das Ziel ist fast immer dasselbe: Sie sollen aufregen, überzeugen oder zum Teilen bringen.
Fake News sind irreführende oder falsche Inhalte im Gewand echter Nachrichten — überwiegend Text und Behauptungen. Fachlich lohnt sich eine Dreiteilung nach Wahrheitsgehalt und Absicht: Desinformation (falsch und absichtlich), Misinformation (falsch, aber versehentlich) und Malinformation (im Kern wahr, aber gezielt schädigend eingesetzt, etwa aus dem Kontext gerissen).
Fake News sind erfundene oder verdrehte Nachrichten, die echt aussehen sollen. Oft ist es ein Text mit einer aufregenden Überschrift. Manchmal wird ein echtes Foto benutzt, aber falsch beschriftet. Das Tückische: Solche Meldungen sehen oft genauso seriös aus wie richtige Nachrichten.
Wichtig: Nicht jede Meldung, die einem nicht gefällt, ist gleich eine Fälschung. Und nicht jeder, der etwas Falsches teilt, will täuschen – viele tun das versehentlich. Genau deshalb hilft Prüfen mehr als Misstrauen.
Abzugrenzen ist das von zwei Nachbarthemen: Deepfakes sind mit KI synthetisch erzeugte Bilder, Stimmen oder Videos — also gefälschte Medien, nicht primär gefälschter Text. Und Betrug (etwa Phishing) zielt auf Geld oder Zugangsdaten, nicht auf eine Erzählung. Fake News können beides als Werkzeug nutzen, sind aber im Kern eine falsche Behauptung.
Desinformation— falsch und absichtlich. Jemand erfindet oder verdreht eine Meldung, um zu täuschen, zu spalten oder zu verdienen.Misinformation— falsch, aber ohne Täuschungsabsicht. Sie wird in gutem Glauben weitergegeben; die meisten von uns verbreiten so unbewusst Falschmeldungen.Malinformation— im Kern wahr, aber schädigend eingesetzt: private Daten geleakt, ein echtes Zitat aus dem Zusammenhang gerissen, ein altes Ereignis als aktuell ausgegeben.
Falsche Schlagzeile— eine reißerische Überschrift, die etwas behauptet, das der Text nicht hergibt (oder gar keinen Text hat).Erfundenes Zitat— Worte, die einer Person in den Mund gelegt werden.Kontext-Manipulation— ein echtes Foto oder Video, das aus Ort, Zeit oder Zusammenhang gerissen wird.Doppelgänger-Quelle— eine Seite, die ein bekanntes Medium nachahmt, um Glaubwürdigkeit zu borgen.
- Ihr unterscheidet eine Fake News von einer ehrlichen, aber unliebsamen Nachricht.
- Ihr erklärt den Unterschied zwischen Desinformation und Misinformation.
- Ihr nennt drei Formen von Fake News (falsche Schlagzeile, erfundenes Zitat, Foto im falschen Kontext).
- Fake News: Erfundene oder verdrehte Nachricht, die echt aussieht.
- Desinformation: Absichtlich falsch — jemand will täuschen.
- Misinformation: Versehentlich falsch — in gutem Glauben geteilt.
Die meisten Falschmeldungen werden von Menschen geteilt, die sie für wahr halten — nicht von Lügnern. Deshalb hilft Prüfen mehr als sich aufzuregen.
❓ QuizWas unterscheidet Desinformation von Misinformation?
Antwort B: „Die Absicht — Desinformation täuscht bewusst, Misinformation wird versehentlich geteilt.“
A (es kommt aufs Thema an) und C (Desinformation ist immer ein Bild) sind falsch. Entscheidend ist allein, ob jemand bewusst täuschen will.
Für die Lehrkraft — die drei Optionen zum Vorgeben: A: „Das Thema der Meldung.“ / B: „Die Absicht — bewusst täuschen oder versehentlich.“ / C: „Desinformation ist immer ein Bild, Misinformation immer Text.“
- K1 — Wissen: Schüler nennen die drei Begriffe (Des-, Mis-, Malinformation).
- K2 — Verstehen: Schüler erklären, warum die Absicht den Unterschied macht.
- K3 — Anwenden: Schüler ordnen Beispiele (geteilte Falschmeldung, erfundene Schlagzeile, geleaktes Privatfoto) richtig zu.
- K4 — Analysieren: Schüler diskutieren, wann eine wahre Information zur Malinformation wird.
- 2 Min: Lead-Text gemeinsam lesen.
- 3 Min: Begriffe an der Tafel sammeln (mit Schüler-Vermutungen).
- 2 Min: „Wusstest du…“-Fakt kurz besprechen.
- 5 Min: Quiz in Kleingruppen — erst vermuten, dann auflösen.
- 3 Min: Diskussion: „Habt ihr selbst schon mal etwas Falsches geteilt?“
Frage: „Wann ist eine Nachricht eine Lüge — und wann nur eine Meinung, die mir nicht gefällt?“
Anschluss-Frage: „Kann auch ein echtes Foto zur Fake News werden?“
🤔 Antizipierte Schüler-Fragen- „Ist Fake News dasselbe wie ein Deepfake?“ — Nein: Fake News ist meist falscher Text; ein Deepfake ist ein KI-gefälschtes Bild oder Video (siehe Schwesterseite „Deepfakes verstehen“).
- „Darf ich Fake News nicht mal aus Spaß teilen?“ — Besser nicht: Andere halten es vielleicht für echt und geben es weiter.
Warum verbreitet
sich das so schnell?
Gefühl
und Tempo.
Warum wir
so schnell teilen.
Eine Falschmeldung muss gar nicht klug sein, um sich zu verbreiten. Sie muss uns nur im richtigen Moment erwischen: wenn wir wütend, erschrocken oder begeistert sind. Dann teilen wir schnell, ohne nachzudenken – und schon ist die Meldung bei den nächsten Hundert Menschen. Das Gegenmittel ist erstaunlich einfach: kurz innehalten, bevor man weiterleitet.
Falschmeldungen reisen über zwei Kräfte: Emotion und Geschwindigkeit. Emotionale Erregung — vor allem Empörung — erhöht die Teilen-Wahrscheinlichkeit, und Tempo unterläuft die kritische Prüfung. Dazu kommen strukturelle Verstärker: Empfehlungssysteme belohnen Reaktionen, Echokammern bestätigen Bestehendes, Bot-Netze und koordinierte Konten geben künstliche Reichweite.
Falschmeldungen verbreiten sich über Gefühle und Tempo. Was uns aufregt, teilen wir schneller – ohne nachzudenken. In Gruppen mit gleicher Meinung (Echokammern) glaubt man sich gegenseitig. Die gute Nachricht: Schon ein kurzer Moment des Innehaltens bremst fast jede Falschmeldung.
Eine Sache ist besonders gemein: Die Falschmeldung ist oft schon überall, bevor die Richtigstellung kommt. Und die Richtigstellung lesen viel weniger Menschen. Deshalb ist der beste Schutz, gar nicht erst weiterzuleiten, was man nicht geprüft hat.
- Emotion: Empörung, Angst und Schadenfreude erzeugen mehr Klicks und Weiterleitungen als nüchterne Fakten.
- Algorithmische Verstärkung: Empfehlungssysteme optimieren auf Verweildauer und Interaktion — Reichweite folgt der Reaktion, nicht der Wahrheit. (Wie Feeds das im Detail tun, vertieft die Seite „Social Media verstehen“.)
- Echokammer: In Gruppen mit ähnlicher Meinung wird Zustimmung zur Bestätigung, Widerspruch verschwindet.
- Bots & koordinierte Konten: künstliche Accounts simulieren Zustimmung und treiben ein Thema in die Trends.
- Ihr erklärt, warum Emotionen Falschmeldungen beschleunigen.
- Ihr beschreibt, was eine Echokammer ist.
- Ihr versteht, warum eine Richtigstellung weniger Menschen erreicht als die Falschmeldung.
Studien zeigen: Falschmeldungen verbreiten sich oft schneller und weiter als korrekte — weil sie überraschender und aufregender wirken.
❓ QuizWas treibt die Verbreitung von Falschmeldungen am stärksten an?
Antwort A: „Starke Gefühle wie Wut oder Angst.“
Was uns emotional packt, teilen wir schneller. B (die Schriftart) ist egal, C (die Länge) entscheidet nicht.
Für die Lehrkraft — Optionen: A: „Starke Gefühle wie Wut oder Angst.“ / B: „Eine besonders schöne Schriftart.“ / C: „Die Länge des Textes.“
- 3 Min: „Was habt ihr zuletzt geteilt, weil es euch aufgeregt hat?“ sammeln.
- 4 Min: Die vier Verstärker an der Tafel.
- 5 Min: Quiz + Diskussion „Warum liest kaum jemand die Richtigstellung?“.
- Nenne zwei Gefühle, die zum schnellen Teilen verleiten.
- Erkläre in einem Satz, was eine Echokammer ist.
- Warum erreicht eine Richtigstellung weniger Menschen als die Falschmeldung?
Warum Plattformen so genau wissen, was uns aufregt — und Inhalte danach ausspielen — vertieft die Schwesterseite Datenschutz verstehen.
Wer sagt das
eigentlich?
Die Quelle prüfen,
seitwärts.
Wer steckt
dahinter?
Die wichtigste Frage bei jeder Meldung ist nicht „Klingt das echt?“, sondern „Wer sagt das – und woher will der das wissen?“ Eine seriöse Nachricht nennt eine Quelle: ein bekanntes Medium, einen Autor, ein Impressum. Fehlt das alles, ist Vorsicht angebracht. Und der beste Trick ist verblüffend einfach: Verlassen Sie die Seite und schauen Sie nach, was andere über sie sagen.
Die zuverlässigste Methode zur Quellenprüfung ist Lateral Reading: nicht in die verdächtige Seite hineinlesen, sondern sie verlassen und in weiteren Tabs prüfen, wer dahintersteckt und was unabhängige Dritte über die Quelle schreiben. Das schlägt das „vertikale“ Anstarren eines Artikels, weil eine professionelle Aufmachung nichts über die Glaubwürdigkeit aussagt.
Die wichtigste Frage ist: Wer hat das geschrieben – und woher will der das wissen? Statt nur die eine Seite zu lesen, öffnet ihr weitere Tabs und schaut, was andere über diese Quelle sagen. Das nennt man Lateral Reading – „seitwärts lesen“. Genau so machen es auch echte Faktenchecker.
Achten Sie besonders auf Doppelgänger-Adressen: Seiten, die ein bekanntes Medium fast perfekt nachahmen – aber mit einem kleinen Dreh in der Adresse. Im Zweifel die echte Seite selbst aufrufen, statt dem Link aus der Nachricht zu folgen.
- Wer berichtet?Ein bekanntes Medium mit Impressum und Autor – oder anonym?
- Seitwärts nachsehenNeue Tabs öffnen: Was schreiben andere über diese Quelle?
- Die Adresse genau lesenAhmt die Domain ein bekanntes Medium nur nach?
- Original aufrufenEchte Seite selbst eintippen, nicht dem Link folgen.
- Über uns & ImpressumWer steht dahinter – und mit welchem Interesse?
- Mehrere QuellenBerichten unabhängige, seriöse Medien dasselbe?
- Seite verlassen: nicht im Artikel versinken. Neuen Tab öffnen.
- Quelle googeln: den Namen der Seite oder Organisation suchen — mit Zusatzwörtern wie „Kritik“, „wem gehört“, „seriös“.
- Dritte lesen: was schreiben etablierte Medien, Faktencheck-Stellen oder Nachschlagewerke über die Quelle?
- Erst dann urteilen: mit diesem Außenblick zurück zum Artikel — jetzt mit Kontext.
.co statt .de), ein zusätzliches Wort im Namen oder ein Sub-Domain-Trick (tagesschau.nachrichten-heute.example gehört nicht zur Tagesschau). Im Zweifel die bekannte Adresse selbst eintippen, statt dem Link aus der Nachricht zu vertrauen.
- Ihr erklärt, was Lateral Reading ist und warum es funktioniert.
- Ihr nennt Merkmale einer seriösen Quelle (Impressum, Autor, bekanntes Medium).
- Ihr erkennt eine Doppelgänger-Domain an typischen Tricks.
Was bedeutet Lateral Reading?
Antwort C: „Die Seite verlassen und in anderen Tabs prüfen, wer dahintersteckt.“
A (den Artikel ganz langsam lesen) und B (auf das Design achten) lassen sich leicht täuschen. Nur der Außenblick (C) ist verlässlich.
Optionen: A: „Den Artikel besonders langsam lesen.“ / B: „Auf ein professionelles Design achten.“ / C: „Die Seite verlassen und in anderen Tabs prüfen, wer dahintersteckt.“
- 5 Min: Lateral Reading am Beamer vormachen (eine fiktive Beispiel-Quelle googeln lassen).
- 5 Min: Doppelgänger-Domains: Adressen gemeinsam „lesen“ und Tricks markieren.
- 5 Min: Klasse prüft in Partnerarbeit eine vorgegebene (fiktive) Quelle.
- 3 Min: Quiz + Auflösung.
Lassen Sie die Klasse zuerst raten, ob eine Quelle seriös ist — und dann seitwärts prüfen. Der Aha-Effekt, wenn das Bauchgefühl daneben lag, sitzt besonders.
🖨 Arbeitsblatt-Mini- Erkläre Lateral Reading in zwei Sätzen.
- Nenne drei Merkmale einer seriösen Quelle.
- Woran erkennst du eine Doppelgänger-Domain?
Wenn eine Adresse dich zu einer Zahlung oder einem Login drängt, geht es um Betrug — das vertieft die Seite Sicher im Netz.
Passt das Bild
wirklich dazu?
Datum, Kontext
& recycelte Fotos.
Altes Bild,
neue Geschichte.
Ein häufiger Trick bei Fake News braucht gar keine Fälschung: Man nimmt ein echtes Foto – nur ist es von einem anderen Ort oder aus einem anderen Jahr. Plötzlich „beweist“ ein altes Bild eine ganz neue Geschichte. Deshalb lohnen sich zwei einfache Fragen: Wann ist das passiert? Und gehört dieses Foto überhaupt dazu?
Viele Falschmeldungen sind keine technischen Fälschungen, sondern Cheap Fakes: echte Medien, billig manipuliert durch falschen Kontext. Ein recyceltes Foto, ein verwechseltes Datum, eine irreführende Bildunterschrift. Die zwei wirksamsten Checks sind deshalb der Zeit-Check (Veröffentlichungs- vs. Ereignisdatum) und die Rückwärts-Bildersuche, die das Erstauftauchen eines Bildes zeigt.
Oft ist ein Foto in einer Fake News echt – aber alt oder von woanders. Mit einer Rückwärts-Bildersuche findet ihr heraus, wo ein Bild zuerst auftauchte. Und ein Blick aufs Datum verrät, ob „heute passiert“ wirklich heute war. So entlarvt ihr eine recycelte Geschichte.
Tipp: Schauen Sie nicht nur, wann etwas geteilt wurde, sondern wann es passiert ist. Ein altes Datum, das als „jetzt gerade“ verkauft wird, ist eines der häufigsten Warnzeichen überhaupt.
- Ereignisdatum: Wann ist das, was behauptet wird, tatsächlich passiert?
- Veröffentlichungs- bzw. Teilen-Datum: Wann taucht der Beitrag auf? Ein altes Ereignis, das frisch geteilt wird, wirkt schnell wie eine aktuelle Meldung.
- Saison-Indizien: Passen Jahreszeit, Wetter, Kleidung oder Schilder im Bild zur behaupteten Zeit und zum Ort?
- Ihr erklärt, wie ein echtes Foto zur Fake News werden kann.
- Ihr beschreibt, was eine Rückwärts-Bildersuche zeigt.
- Ihr unterscheidet Ereignis- und Veröffentlichungsdatum.
Wie wird ein echtes Foto zur Falschmeldung?
Antwort B: „Es wird mit einem falschen Ort oder Datum versehen.“
Das Bild selbst ist echt — falsch ist nur die Geschichte drumherum. A (es wird heller gemacht) und C (es wird gespiegelt) ändern den Wahrheitsgehalt nicht.
Optionen: A: „Es wird heller gemacht.“ / B: „Es wird mit einem falschen Ort oder Datum versehen.“ / C: „Es wird gespiegelt.“
- 4 Min: „Ein echtes Foto, eine falsche Geschichte“ — Prinzip am Beispiel erklären.
- 4 Min: Zeit-Check vormachen: Ereignis- vs. Teilen-Datum.
- 4 Min: Rückwärts-Bildersuche erklären (als Off-Site-Übung für zu Hause).
- 3 Min: Quiz + Diskussion.
Die echte Rückwärts-Bildersuche braucht eine Internet-Suchmaschine und gehört daher als Off-Site-Hausaufgabe, nicht in die statische Demo. Im Unterricht reicht das Prinzip am Beamer.
🔗 QuerverweisWenn nicht der Kontext, sondern das Bild selbst mit KI gefälscht ist (Gesicht, Stimme, Video), führt die Spur zur Schwesterseite Deepfakes verstehen.
Echt oder
Fake?
Der Schlagzeilen-Check.
Trau dich:
Echt oder Fake?
Jetzt sind Sie dran. Im folgenden kleinen Spiel sehen Sie eine Schlagzeile oder einen Beitrag nach dem anderen. Entscheiden Sie: echt oder fake? Danach erklären wir, woran man es erkennt – und auf welchen Tipp aus den vorherigen Kapiteln es zurückgeht. Keine Sorge, hier kann nichts schiefgehen, es ist zum Üben. Alle Beispiele sind frei erfunden.
Acht vorgebackene, vollständig fiktive Beiträge — Schlagzeilen, Posts und Bildunterschriften. Pro Runde entscheiden Sie „Echt“ oder „Fake“, dann benennt die Auflösung die genaue Prüf-Technik (Quelle, Lateral Reading, Zeit-Check, Emotion) und verweist auf das passende Kapitel. Am Ende: ein Punktestand und drei Merksätze. Alles statisch, kein Netzwerk, keine realen Akteure.
Spielt euch durch acht erfundene Beiträge! Entscheidet jedes Mal: echt oder fake? Nach jeder Runde erfahrt ihr, woran man es erkennt. Am Ende seht ihr eure Punkte und drei Merksätze. Schafft ihr alle acht?
- Ihr wendet die Prüf-Methoden auf konkrete Beiträge an.
- Ihr begründet eure Entscheidung mit einer Technik (Quelle, Kontext, Emotion).
- Ihr erkennt typische Warnzeichen einer Falschmeldung.
Welches Warnzeichen spricht am stärksten für eine Fake News?
Antwort C: „Starker Teilen-Druck plus reißerische Großbuchstaben.“
Echte Nachrichten drängen nicht zum sofortigen Teilen und nennen eine Quelle. A (ein Datum) und B (ein Foto) sind für sich allein neutral.
Optionen: A: „Die Meldung nennt ein Datum.“ / B: „Es ist ein Foto dabei.“ / C: „Starker Teilen-Druck plus reißerische Großbuchstaben.“
- 10 Min: Schlagzeilen-Check am Beamer, Klasse stimmt pro Runde per Handzeichen ab.
- 5 Min: Nach jeder Auflösung die genannte Technik wiederholen lassen.
- 3 Min: Quiz + Auswertung der Klassen-Punkte.
Lassen Sie die Klasse vor der Auflösung kurz begründen, warum sie „echt“ oder „fake“ tippt. Das schult das Benennen der Technik mehr als das bloße Raten.
🖨 ArbeitsblattDas druckbare Lehrer-Paket enthält dasselbe Spiel als Papier-Arbeitsblatt „Schlagzeilen unter der Lupe“ — mit Lösungen.
Was kann
ich tun?
Ruhig prüfen,
verantwortlich teilen.
Regeln für
den Alltag.
Sie müssen jetzt nicht jeder Nachricht misstrauen. Wer ein paar einfache Gewohnheiten hat, ist gut geschützt – und behält die Ruhe. Das Wichtigste ist ein kleiner Plan, den man immer abrufen kann: innehalten, Quelle prüfen, Bild und Datum checken, und nur teilen, was man selbst geprüft hat.
Die richtige Haltung ist informierte Gelassenheit, nicht Generalmisstrauen. Der Kern dieser Seite ist ein persönlicher, abrufbarer Prüfplan. Dazu gehört das Wissen, dass auch KI heute Falschmeldungen im Text erzeugt — und dass Faktencheck-Stellen ein Werkzeug sind, kein Ersatz fürs eigene Prüfen.
Ihr seid Fake News nicht hilflos ausgeliefert. Mit ein paar Regeln bleibt ihr sicher und ruhig. Und genauso wichtig: Verbreitet selbst keine Falschmeldungen weiter – auch nicht „aus Spaß“.
- 1. Innehalten. Regt mich etwas stark auf, ist das erst recht ein Grund zu prüfen.
- 2. Quelle prüfen. Wer sagt das – und berichtet jemand Seriöses dasselbe?
- 3. Bild & Datum checken. Passt das Foto dazu? Wann ist es wirklich passiert?
- 4. Erst dann teilen. Im Zweifel lieber gar nicht weiterleiten.
- Faktencheck als Hilfe. Bekannte Faktencheck-Seiten haben vieles schon geprüft.
- Stopp – atmen – prüfen. Bevor ihr etwas glaubt oder teilt.
- Wer sagt das? Quelle und Impressum checken.
- Mehrere Quellen. Eine einzelne Seite ist kein Beweis.
- Bild & Datum. Altes Foto? Falsches Datum?
- Im Zweifel Erwachsene fragen. Lehrkraft, Eltern, Vertrauensperson.
- Innehalten vor dem Teilen. Emotion ist das Warnsignal, nicht der Beweis.
- Quelle lateral prüfen. Seite verlassen, Außenblick einholen.
- Kontext vor Inhalt. Datum, Ort und Bildkontext zuerst.
- Faktencheck-Stellen nutzen. Als Werkzeug, nicht als Denkersatz.
- Korrekturen weitertragen. Eine Richtigstellung dort teilen, wo die Falschmeldung lief.
- Etablierte, unabhängige Faktencheck-Redaktionen prüfen kursierende Behauptungen und dokumentieren ihre Recherche transparent.
- Sie sind eine Abkürzung für bereits Geprüftes — nicht ein Ersatz für den eigenen Quellen- und Kontextblick.
- Im Zweifel mehrere Faktencheck-Quellen vergleichen, statt sich auf eine einzige zu verlassen.
🍎 Für Lehrkräfte: Unterrichtspaket
Diese Seite lässt sich als komplette Doppelstunde „Fake News erkennen“ einsetzen. Alle Inhalte sind frei nutzbar (CC BY 4.0) — bitte „Webagentur Hochmeir e.U. (webhoch.com)“ als Quelle nennen. Das komplette, druckbare Lehrer-Paket ergänzt diese Seite mit dem Arbeitsblatt „Schlagzeilen unter der Lupe“ (inkl. Lösungen), einem Klassentest mit Bewertungsrubrik, Hausaufgaben in drei Niveaus, einer Elternbrief-Vorlage und dem Lehrplan-Bezug.
📅 Vorschlag: Doppelstunde (90 Min)
- 10 Min — Einstieg: „Habt ihr schon mal etwas geteilt, das sich als falsch herausstellte?“
- 15 Min — Kapitel 2 & 3: Was Fake News sind und wie sie sich verbreiten.
- 20 Min — Kapitel 4: Quelle prüfen & Lateral Reading.
- 15 Min — Kapitel 5: Datum, Kontext & recycelte Fotos.
- 20 Min — Kapitel 6: Schlagzeilen-Check am Beamer.
- 10 Min — Abschluss: 4-Schritte-Prüfplan, Quiz-Auswertung, „aufgeklärt statt ängstlich“.
Differenzierung: Schwächere Gruppen bleiben im Einfach-Modus; stärkere wechseln in „Im Detail“ für Begriffe und Hintergründe.
Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Fake News – kompakt zum Nachschlagen.
Quick-Reference zu Fake News. Antworten sind im FAQPage-Schema für Suchmaschinen und KI-Assistenten hinterlegt.